



















Geplant war die Wanderung zur Bonner Hütte oberhalb von Toblach. Und von dort eine Rundwanderung über das Pfannhorn und das Markinkehle. Die Wetterprognose sah jedoch nicht gut aus. Aufstieg von Kandellen - oberhalb des Ortsteils Wahlen - etwa 750 Hm. Zuerst durch Wald und dann über die offene Alm. 100 m vor der Hütte (2.340 m) erwischte uns gerade noch der Regen. Dafür war die Gaststube schön warm.
Auffällig in Südtirol ist die sehr gute Markierung der Wanderwege. Die Zeitangaben sind sehr genau für “durchschnittliche” Wanderer angegeben.
Die Bonner Hütte
Das kleine Häuschen ist eine gute Idee des Hüttenwirtes - bei Wind und Regen sitzt man da gut geschützt.
So hatten wir die Aussicht von der Bonner Hütte eigentlich erhofft - Foto entnommen von der der SENTRES Webseite
Und so sah es kurz nach unserem Eintreffen aus: dichte Nebelschwaden und die Drei Zinnen waren ganz schnell entschwunden - oben etwas links der Bildmitte.
Der nächste Morgen sieht nicht gut aus - leichter Nieselregen und keine Dolomitengipfel zu sehen.
Das Pfannhorn hinter der Hütte verschwindet im Nebel und Regen.
Damit fällt auch die Wanderung zum Markingkehle aus.
Die Bonner Hütte ist eine private Hütte. Die deutsche Sektion Bonn des DAV hatte wohl an der Ruine der ehemaligen Hütte nach der Aufgabe durch das italienische Militär 1971 kein Interesse.
So erwarb der jetzige Pächter die Ruine und baute diese auf eigene Kosten zu einem Schmuckstück auf und aus.
Und plötzlich besann sich - so wird berichtet - die Sektion Bonn des DAV anders und klagte auf Rückgabe der Hütte.
Unglaublich! Ein sehr “schäbiges” Verhalten einer DAV-Sektion! Oder?
Die Sektion Bonn unterlag im Rechtsstreit, da der DAV in der Vergangenheit das Thema der enteigneten Hütten in Südtirol schon endgültig geklärt hatte.
Bei der Sektion Bonn des DAV soll es nach diesem “Vorfall” personelle Konsequenzen gegeben haben - gut so!
Ein Klick auf das Foto bringt Euch zur Webseite der Hütte
Wir sind bei dieser “Wetterlage” nur 4 Gäste auf der Hütte über Nacht.
Die Hütte ist meine Empfehlung !
Die Cadinspitzen von der Auronzo-Hüte
Der Paternkofel in Wolken
Lavaredo Hütte mit Cadinspitzen
Paternsattel
Vom Paternsattel Blick zum Toblinger Knoten und der 3-Zinnen Hütte
Hinter der Hütte der Sextner-Stein
Blick zum Paternsattel
Die Dreizinnenhütte - eigentlich keine Station zum Verweilen - in 30 Jahren hat sich wenig geändert: keine Gemütlichkeit - eben eine Station zum nur Übernachten.
Wieder sehr gute Wegemarkierung - da wir in wenigen Minuten den nächsten Regen erwarten verzichten wir auf die Umrundung der 3-Zinnen und gehen zum Paternsattel zurück
Blick von der Auronzo-Hütte auf das Mte. Piana Plateau mit der Bossi-Hütte
Auch die Auronzo-Hütte ist nur eine “Schlafstation” - keine Gastlichkeit und Atmosphäre, wie wir sie von Hütten in D und A gewohnt sind. Eben ein Anlaufpunkt für Tausend Tagestouristen mit Mc Donald Service.
Morgenstimmung an der Auronzo Hütte - rechts in Wolken der Christallo
Sella- Massiv
Aufstieg zur Boe-Spitze gibt auch heute keinen Sinn: Wolken und Nebel ...
Auch hinter der Langkofelscharte verblasst alles im Nebel
Wir werden wohl auf besseres Wetter warten müssen - das eigentliche Ziel - die Almen auf Fanes (Sennes, Fodara Vedla, Seekofelhütte) - müssen wir vertagen.
Am Morgen brachte der Almbauer der etwas tieferliegenden Alm (2080 m) dem Hüttenwirt in einer Schachtel etwa 40 frische Eier. Und wir genießen sie gleich zum Frühstück. Da schmeckten wir den Unterschied, zu dem “Schrott” den wir hier täglich kaufen !
© Guenter Knoblauch