Prenzlau
Kamien - Orgel
Danzig
Marienburg
Marienburg
Kornik - Schinkel
Glogow
Hirschberg
U Nebi
Isergebirge
Burg Frydlant
Samek Frydlant

Nach Ostpreußen

(Stettin, Cammin, Kolberg bis nach Danzig und dann über Marienburg, Graudenz, Thorn, Gnesen, Kornik, Glogow ..  zum Riesengebirge und weiter nach Tschechien

 

 

1. - 8. Juni 2008

Prenzlau -nördlich von Berlin auf dem Wege nach Stettin - mehr steht nicht mehr.

 

 

 

 

 

 

 

Stettin - enttäuschend. Das restaurierte Schloß der pommerschen Herzöge mit dem Schloßmuseum, von dessen Glockenturm man die gesamte Stadt und die weit ausladenden Hafenanlagen sehen kann. Einige Baudenkmäler haben die Kriegswirren unversehrt überstanden. ´Dazu gehört die Hakenterasse an der Uferpromenade, ein von Repräsentationsgebäuden gesäumter Prachtboulevard, bei dem vor allem ein voll mit Wein bewachsenes Gebäude sehr fotogen wirkte

Stettin
Cammin
Kamien
Mielno
Danzig
danzig
Marienwerder
Graudenz
Hirschberg
Thorn
Gnesen

Weiterfahrt nach Cammin / Kamien.

Viel war nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr übrig von der alten Stadt, die Sehenswürdigkeiten sind ein wenig zerstreut. Originalgetreu restauriert wurde der Anfang des 14. Jhd. erbaute fünfschiffige Mariendom. Welch Glück: Zeitgleich mit uns von einer Reisegruppe aufgesucht, auf deren Programm ein Orgelkonzert stand.

Die Orgel hat einen hervorragenden Klang und - das ist leider so selten - die Akustik der Kirche sehr gut.

Camien - Mariendom, mit Orgel und Kreuzgang

Küste bei Mielno - Koszalin / Köslin

Ausflug entlang der Küste, kilometerweite breite Strände, herrlicher weißer Sand, wenig Leute, das Wasser aber recht kalt (15 Grad), über Tage kommt dann auch ein kalter Wind auf und die Letzen verlassen den Strand. Am Abend Fischessen mit Mirka und Zygmund

 Hier setzt dann das Navi aus bei der Suche nach einem Hotel, überall Baustellen und überhaupt…. Suchen in der Innenstadt, halten an einem Kahn, der sich Youth Hostel nennt und sich beim Nähertreten als sehr vergammelt darstellt. Fragen noch bei einigen anderen Hotels nach - der höchste Preis im Angebot war bei Mercure glatte 231 Euro, nicht etwa Zloty. Parken aber wenigstens in der Innenstadt bezahlbar und wandern dann durch die Historische  Altstadt, die  wunderschön restauriert wurde, deren Fassaden aber durch all die vorgelagerten Kneipen und Shops oft an Glanz verloren haben, man musste genau hinschauen.

Weiterfahrt nach Danzig

Was sagt  der Rundreiseführer vom ADAC dazu: Schon ein Spaziergang entlang der bunten Patrizierhäuser auf der Langgasse vom Goldenen Tor bis zum verschwenderisch verzierten Goldenen Haus  am Langen Markt ist ein Genuß. Hier steht der weiß getünchte Artushof, ein ehemaliger Treffpunkt der Kaufleute und der prachtvolle Neptunbrunnen….Nur wenige Meter weiter nördlich überragt die größte mittelalterliche Backsteinkirche Europas die umliegende Bebauung….              

Da wir in Danzig kein Quartier beziehen können, fahren wir weiter nach Marienburg, wo wir im Burghotel eine wunderschöne Kemenate buchen kann. Wir schlendern noch ein bisschen an der Burg entlang, Wir essen im Hotel, sind auch fast die einzigen Gäste. Die Marienburg ist  eine von 120 Burgen, die im 13. und 14. Jhd. die Macht der Deutschherren im Lande sicherten und Sitz  ihres Ordens waren. Nachdem die Zerstörungen des 2. Weltkrieges behoben wurden (und noch werden), ist die Marienburg heute wieder die schönste und größte Burganlage Polens und zählt als solche zum Unesco-Kulturerbe.

 

Nicht unbedingt burgtypisch, aber wunderschön Ausstellungen herrlicher Kunstwerke und Schmuckes aus Bernstein.

Was es so wohl nur noch in Polen gibt: Herrliche Alleen.

Marienwerder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Graudenz

eine Stadt, die sich vom Weichselufer aus von ihrer besten Seite zeigt. Dicht aneinander gedrängte sechsgeschossige Speicher aus dem 17. und 18. Jhd., die damals als Lagerraum und wirkungsvoller Verteidigungswall gleichermaßen dienten, wirken in der Tat recht dekorativ

 

Eigentliches Ziel des Tages ist Thorun, Stadt des Kopernikus. Das Zentrum des Anfang des 13. Jhd. gegründeten Ortes wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, denn mit seinen Bürgerhäusern, Kirchen und dem Rathaus gehört es zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Siedlungszentren Nordeuropas.

Wir suchen etwas halbherzig nach einer bezahlbaren Unterkunft, stoßen u.a. auch auf Personal, was weder russisch, deutsch oder englisch spricht und einigen uns auf eine Übernachtung außerhalb der Stadt. das heißt, wir fahren weiter. Immerhin, ein sehr positiver Erlebnis bleibt.: Auf der Suche nach einem Parkplatz wird uns einer zugewiesen, der sich als zu schmal erweist. Also zurück auf die Hauptstraße und erneuter Versuch - da ist gerade ein junges Mädchen dabei, mit ihrem knallgelben VW einen anderen ihr zugewiesenen Parkplatz in Besitz zu nehmen. Doch der nette junge Parkwächter bittet sie, uns parken zu lassen und verweist sie - wieder über die Hauptstraße - auf den schmaleren, den wir nicht nutzen konnten. Läuft ohne Proteste im  gelben VW ab.

In Gniezno / Gnesen ohne Probleme ein nettes Hotel gleich gegenüber der  gotischen Kathedrale aus dem 14./15. Jhd. gefunden,. Der silberne Reliquienschrein des Heiligen Wojciech sowie seine mit einer gotischen Platte bedeckte Grabstätte zieht Pilger an, wir hatten das Glück, sie auch beleuchtet zu sehen, als wir am folgenden Tag in der Früh in die Kirche gingen.

Weiterfahrt nach Jelenia Gora Auf dem Weg nach Jelenia Gora machen wir Halt in Kornik. Im 19. Jhd. wurde hier ein von einem Wassergraben umgebener Renaissancebau nach Entwürfen des berühmten Architekten Schinkel im Stil der englischen Neugotik zum Palais von Kornik  umgebaut. Natürlich auch hier wieder ein Vielzahl von Jugend- und Kindergruppen, kaum andere Touris- wir bummeln an den an das Schloß angrenzenden Park, auf dessen Areal die Artenvielfalt von Sträuchern und Bäumen in Mitteleuropa seinesgleichen sucht. Viele Exemplare, oft mit imponierenden Ausmaßen sind bis zu 150 Jahre alt.

Glogow,  in das wir mehr aus Neugier reinfahren, überrascht uns durch seine komplexe und durchdachte Neubebauung großer Teile der Stadt, selbst mehrgeschossige Altneubauten wurden äußerst geschmackvoll renoviert. Zweigeschossige Bürgerhäuser mit Läden im Erdgeschoß und einem gesonderten Zugang zu den Wohnungen, Gärten hinterm Haus.

Hirschberg / Jelenia Gora, eine Stadt am Fuße des Riesengebirges ist zum  Glück während des Krieges vor größeren Zerstörungen verschont geblieben. Die Stadt erlebte im 15. und 16. Jhd. eine Blüte als Tuchmacherstadt. Die Weber Schlesiens, die Gerhard Hauptmann 1892 im Drama „Die Weber„ literarisch verewigte, stellten hier bis ins 19. Jhd. hinein edle Leinenstoffe her. Heute eine Stadt von etwa 100.000 Einwohnern. Zum Kaffee gut aber nicht für länger.

Das Isergebirge befindet sich an der östlichen Ecke Nordböhmens an der Grenze zu Polen und ist faktisch die westliche Verlängerung des Riesengebirges. Leider wird die schöne Landschaft beträchtlich durch die Auswirkungen des sauren Regens geprägt.

Tanvald am Isergebirge. Ein Hotel, an das sich Günter noch erinnern konnte und das den stolzen Namen „U Nebi“ – im Himmel trägt. Wenige Gäste, ein gutes Essen,  ein gutes Zimmer zu einem  bescheidenen Preis, die Wirtin spricht wie die ganze Familie deutsch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser nächstes Ziel ist nun die Burg Frydlant  im Isergbirge  . Die aus dem 13. Jhd. stammenden mittelalterlichen Befestigungsanlagen und der Rundturm passen sich den Renaissance- und den neugotischen Gebäuden an. Wie die meisten der Schlösser dieser Gegend gehörte es Albrecht von Wallenstein (eigentlich Waldstein), dem Herzog von Friedland. Die Verbindung zu Schillers „Wallenstein“ soll rein fiktiv gewesen sein.

 

Seit 1801 ist im Schloß ein Museum untergebracht. Viele der Räume sind üppig möbliert und vor allem dadurch interessant, dass sie bis 1945 auch wirklich bewohnt wurden. Eine gewisse Clothilde, einer der Töchter der Nachfahren der Familie Clam-Gallas,  lebte trotz gewisser Unannehmlichkeiten bis zum Kriegsende in diesem Schloß

 

Bei der Führung durch das Schloß schließen wir uns mit unserem deutschen Text einer  polnischen Reisegruppe an, deren männlichen Mitglieder vor allem sich durch große Höflichkeit auszeichnen. Drei recht kleine Kinder halten die fast 2-stündige Führung  erstaunlich gut durch.

 

Der Ort Frydlant /Friedland) ist völlig uninteressant,

 

 

Fotos vom Zustand 1945 - im Innenbereich wurde, soweit noch vorhanden und möglich, restauriert und der Zustand vor der Zerstörung 1945 anhand von Fotos gezeigt

 

Polen-Tschechien 045