Loire_Chambord

Schlösser an der Loire - nur außerhalb der Touristensaison. Und wenn man es dann noch schafft, die bekannten Schlösser - Anlaufstellen aller Reisebusse - in der Mittagszeit oder in den späten Nachmittag aufzusuchen, dann läßt sich die Atmosphäre in den Schlössern und Parkanlagen noch nachempfinden.

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Unser Quartier für die ersten 3 Tage - Relais des Templiers in Beaugency Von hier fahren wir die Schlösser der Umgebung an. Details gibt es im Bericht “Zu den Schlössern an der Loire”

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Schloss Chambord - fehlt in keinem Reiseprogramm. Interessant aber nicht direkt unser “Geschmack”

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Unsere Reise ins Tal der Loire
Vom 13.bis 19. April 2019
Kosten: Flug     259 Euro,  Mietwagen   252 Euro, Hotel  576 Euro,  gesamt  2 Personen   1906 Euro    

Samstag, der 13.April

Heute ist gewissermaßen der 1. Ferientag der Osterferien. Ankunft in Paris - zum Autoverleih. Es ist diesmal ein schwarzer Citroen Aircross. Wir fahren durch Paris. Überall Polizei, wir geraten ins Zentrum der Gelbwesten, einer Art Zeltstadt. Polizei weist uns geradeaus, Gelbwesten zurück zu fahren. Eingabe des Zieles über ein Zwischenziel. Müssen uns erst an die diversen Fahrassistenten des Mietwagen gewöhnen - es wird ständig gepiepst - beim Überfahren von Linien, beim nichtökonomischen  Schalten, vermutlich auch mit einer Verkehrszeichenerkennung - irgendwann stellt Günter das Ganze ab.  

Gegen 20 Uhr sind wir in Beaugency, wo wir Quartier beziehen. Im Hotel Le Relais des Templiere nur 300 m von der Loire entfernt. Beaugency - ein nettes mittelalterliches Städtchen außerhalb der Saison - wir suchen ein Restaurant - heute ist Samstag. Die empfohlene Pizzeria ist voll, in dem etwas gehoberen stehen nur Menüs im Angebot. Wir werden drei Nächte in unserem Hotel bleiben.

 

 

 

 

Sonntag, der 14. April

Chambord ist unser erstes Ziel. Das Schloss ist mit seinen 440 Räumen, 85 Treppenhäusern und 365 Kaminen das größte aller Loireschlösser. Immer wieder interessant ist der im Zentrum stehende Turmbau, in dessen Innerem sich eine zweifach ineinander gedrehte Wendeltreppe befindet, die auf Leonardo da Vinci zurückgeht.  Hier wie in den meisten anderen Schlössern wird alles mit der Card bezahlt, auch das Parken.

 

 

Unser 2. Schloss ist das

Chateau de Cheverny, das als eines der ersten Schlösser gilt, die im klassischen französischen Stil erbaut wurden.  Der mittlere Pavillon wird durch 2 Flügel mit 2 Eckpavillons verbunden. Der jetzige Inhaber scheint in irgendeiner Form dem Lego-Unternehmen verbunden zu sein, in und vor dem Schloss finden wir aus Lego Gefertigtes.

Das Schloss befindet sich seit 6 Jahrhunderten im Besitz ein und derselben Familie. Wie auch hier beeindruckt der Park mit seinen Blumengärten, den Tulpen und den seltenen Baumarten mit Linden, Mammutbäumen und Zedern.

 

 

 

Weiter geht es heute noch nach

Blois. Die Stadt ist nicht groß. Ludwig XII hielt sich anfangs vor allem in Blois auf, das Reiterstandbild des Regenten ziert das Schlossportal. Dem Schloss gegenüber - das Museum zur Geschichte von Zaubertricks und zu modernen Tricks und Illusionen. Große Drachenköpfe kommen aus den Fenstern des Hauses/dem Maison de la Magie und ziehen sich wieder zurück. Wir bummeln erst ein bisschen durch die Stadt, es ist Flohmarkt auf der Promenade.

Jetzt zurück zu unserem Hotel. In Beaugency suchen wir ein Restaurant - die meisten sind geschlossen, wir finden dann noch das uns empfohlene Teo Jasmin.

 

Montag, der 15. April

Heute geht es wieder in Richtung Blois. Rechts und links der alleenartigen Straße liegen Felder, Marterl am Wegesrand, gelber Raps, die Straßen sind schmal, deswegen piept der Fahrassistent auch oft. Am Eingang zum

Schloss Chaumont-sur-Loire  – Taschenkontrolle.

Für uns immer das Schönste wie immer die Parkanlage. Vor dem Weißen Schloss überall weiße Tulpen. Angelegt wurde der Park als Englischer Landschaftsgarten, wellig und mit von gewundenen Wegen umgebenen Rasenflächen, mit vereinzelt oder in Gruppen stehenden Bäumen. Seit 1992 findet dort jährlich eine Internationale Gartenschau statt, die mit Ausstellungen von Installationen und zeitgenössischer Kunst verbunden ist.

 

Dienstag, der 16. April

Heute verlassen wir Beaugency und machen uns in Richtung Tours auf den Weg. Wir fahren durchs Zentrum von Tours, weiter an den Grotten, den „versteinerten Höhlen“ von Savonnieres vorbei - hier scheint zum ersten Mal wieder die Sonne. Die Grotten sind seit 1966 Schauhöhlen mit Beleuchtung, Dinosauriern usw..

 

 

 

 

 

 

Heute steht das Schloss

Villandry auf unserem Programm, das seinen Ruf den Gärten verdankt. Einmalig in Europa die 5 Gärten: der dekorative Gemüsegarten, der Ziergarten, der Wassergarten, der Garten der Heilkräuter und das Labyrinth.  Es ist von der Jahreszeit noch etwas zu früh, wir sind dennoch beeindruckt von der Größe und Schönheit der Anlage, sind auch fast allein vor Ort.

 

Heute werden wir in

Azay-le-Rideau übernachten. Das Auto können wir auf dem zum Schloss gehörenden Parkplatz unterbringen - mit Parkscheibe und der entsprechenden Info vom Hotelmanager. Im Ort gab es wieder Probleme mit einer Gaststätte fürs Abendessen. Ich esse ein Pizzastück in einer Bäckerei, wir kaufen Wein im Ort und trinken den dann im Hotel. Günter geht am Abend noch einmal durch den netten kleinen Ort, Franzosen sind nicht unterwegs, nur eine Handvoll Ausländer. Dh. die französischen Besucher der Schlösser fahren immer wieder heim oder nächtigen in ihren Campingwagen.

 

 

 

 

Mittwoch, der 17. April

Heute besuchen wir das

Schloss Azay-le-Rideau, das sich direkt am Fluss Indre befindet, in dessen Wasser sich die wunderschöne Fassade wiederspiegelt. Das Gebäude liegt auf einer Insel zwischen zwei Armen der Indre und wurde teils auf Pfählen errichtet. Wir sind die Ersten - wohnen ja auch direkt am Schloß - und genießen die Leere zum Fotografieren.

 

Donnerstag, der 18. April

Es geht nun zurück in Richtung Paris. Günter kauft eine Straßenkarte als Ergänzung zum Navi. Die Autobahn ist noch leer. Wir werden heute in Versailles übernachten.  Finden auch im Zentrum ein Hotel und einen Parkplatz, der allerdings voraussetzt, dass wir noch recht gut im Laufen sind. Hilfsbereite Franzosen erklären uns noch einmal die Benutzung des Parkautomaten - in Blois hatten wir es nicht ganz richtig durchgezogen. Man tippt die KFZ Nummer ein und bezahlt auch gleich und legt den Parkschein dann wie gewohnt ins Auto. Durch die KFZ Nummer wird vermieden, Parkscheine – wenn möglich - weiterzugeben.  Wir wohnen an der Hauptverkehrsader von Versailles, der breiten Avenue de Paris - ganz in der Nähe des Schlosses, es ist ordentlich warm heute - wir laufen dann auch gleich los. Die Schlange vorm Schloss ist entsetzlich lang - uns ist unverständlich, warum sich da überhaupt jemand noch anstellt - aber vermutlich wird auch nur schichtweise Einlass gewährt. Auch die Schlange für online Tickets und Behinderte ist lang. Wir entscheiden uns für den Park, der groß genug ist.

Nach einem ausgedehnten Bummel - wir haben die Parkanlagen in Petrodworez im Kopf - mit Fontänen, Wasserspielen usw - verlegen wir uns aufs Betrachten der Touristen.

In einem italienischen Restaurant genießen wir ein gutes Essen und laufen dann langsam zurück ins Hotel. Am Abend gehen wir dann auf Anraten des Mannes an der Rezeption in den nördlichen Teil von Versailles, in dem auch die Markthalle Marche Notre Dame liegt. Wir sind für die Markthallen allerdings schon zu spät dran. Wir suchen ein nettes kleines Restaurant, werden dann in einer engen Straße fündig und bestellen - den Gästen am Nachbartisch folgend - eine Wurst und eine Käseplatte und Aprikosenbier.  Es ist richtig angenehm in diesem Viertel. Die Touristen kommen meist nur des Schlosses wegen und fahren dann weiter. Das Viertel hier erinnert ein bisschen an Schwabing oder Haidhausen. Zurückgekommen kümmern wir uns noch einmal um einen Parkschein - der Mann an der Rezeption hatte zwar gemeint, dass Kontrolle nicht zu erwarten wäre, da erst am Vortag kontrolliert worden sei - aber man weiß ja nie…

 

 

Unser letztes Schloss heute ist das

Chateau Beauregard.

Hier bleibt vor allem in Erinnerung die Galerie des Illustress. Es ist wohl der sehenswerteste Raum des Schlosses, zeigt 327 Porträts bedeutender französischer Persönlichkeiten, der Fußboden des Saales ist ausgelegt mit Delfter Fliesen. Ebenfalls interessant die alte Schlossküche, die bis 1968 in Betrieb war. Auch hier weisen österliche Dekorationen auf das bevorstehende Fest hin. Das Schloss ist umgeben von einem 70 ha großen Landschaftspark. Uns beeindruckt vor allem die gerade in Blüte stehende Allee von japanischen Pflaumenbäumen. Alles in Pink - wunderschön. Hochinteressant auch der Landschaftspark mit dem Porträtgarten, der eine ideale Einführung in die Geschichte Frankreichs und Europas gibt.

Jetzt geht es noch nach

Amboise. Obwohl vom Originalgebäude nicht mehr viel zu sehen ist, bietet Amboise mit weißen Mauern und Schieferdachtürmen einen interessanten Anblick. Das über der Loire aufragende Schloss war einst ein beliebter Wohnort der Könige. So veranstaltete Franz I rauschende Feste mit Turnieren, Maskenbällen und Feuerwerk unter der Regie von Leonardo da Vinci. Hinrichtungen allerdings gehörten wohl auch zum königlichen Alltag

Es geht wieder zurück in unser verschlafenes Beaugency und wir gönnen uns noch einmal eine Pizza bei Teo Jasmin. Im TV wird die brennende Notre Dame gezeigt.

 

Chinon - Aus der Burganlage lässt sich erkennen, dass die Stadt einst von strategischer Bedeutung war. Die Stadt spielte im Mittelalter in der Auseinandersetzung zwischen England und Frankreich eine große Rolle. Hier war der Ort, an dem Jeanne`d Arc den Thronfolger Karl VII trotz Verkleidung erkannte. Der einzige noch vollständig erhaltene Bauteil der Burg ist ein alleinstehender sogenannter Uhrturm mit Uhr und Glocke von 1399. In den königlichen Privaträumen ist mit Wachsfiguren die historische Begegnung nachgestellt.  Hier finden wir ein Teehaus hinter Fliederhecken mit Kuchen und Kaffee, die junge Bedienung spricht deutsch.

 

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Noch eine Zwischenstation in Versailles und vor dem Rückflug am nächsten Tag zum Abschluß ein Ausflug zum nord-westlich von Paris gelegenem Chateau de Chantilly

Freitag, der 19. April

Heute fliegen wir am Abend nach München zurück. Wir laufen noch mal in Versailles durch ein paar Straßen und stellen fest, dass zum Beispiel das Radfahren hier gelassener abläuft - helmlos und langsam. So wie früher auch bei uns.

 

 

Jetzt aber wollen wir uns erst noch das Chateau de Chantilly anschauen, 50 km nördlich von Paris. Zu sehen sind im Schloss die fürstlichen Gemächer und eine Sammlung von 800 Meisterwerken der klassischen Malerei. In der historischen Bibliothek gibt es neben vielen alten Handschriften auch eine original Gutenberg-Bibel. Im Schlosspark – Fontänen und große Wasserflächen, ein Englischer und ein englisch-chinesischer Garten. Aber wir sind von der Jahreszeit zu zeitig - es fehlt noch an der Pflanzenpracht. Berühmt ist das Schloss auch wegen seines Reitergestütes. Wir laufen zum Großen Marstall und dem Pferdemuseum mit Reitdressur-Shows Im Moment scheint echt nichts los zu sein. Wir gehen in den Ort, der der Hitze wegen auch recht ausgestorben wirkt und finden ein kleines Restaurant, in dem wir eine Gallete essen.

Die Fahrt zum Flughafen verläuft teilweise stockend - wegen des Verkehrs. Am Flughafen dann problemlose Rückgabe des Autos.

 

 

Wir waren in etwa 1000 km unterwegs und haben ein Gefühl bekommen für die Vielzahl der Schlösser im Tal der Loire und ihrer Nebenflüsse.

 

 

Chambord

Chateau de Cheverny

Chateau Beauregard

 

Stadtansicht von Blois

Schloss Chaumont-sur-Loire

Weiter geht es jetzt nach

Chenonceau,

einem Schloss, das von Frauen für Frauen entworfen wurde, das den Fluss Cher in einer Reihe eleganter Bögen überspannt. Sein Hauptgebäude steht – von Wasser umgeben - am nördlichen Ufer des Cher, während die später errichtete Galerie den Fluss überbrückt. Wunderschön auch der Park mit den vielen französischen Gärten, mit Rosen, Efeu, Buchsbäumen Orangenbäumen oder wie bei uns mit vielen bunten Rabatten.  Es ist ja schließlich erst April.

Chenonceau

Amboise

Villandry

Schloss Azay-le-Rideau

Azay-le-Rideau

Wir schauen uns auch das Chateau d Ùsse an. Dort soll sich der Dichter Perrault aufgehalten haben und zum Schreiben des Märchens „Dornröschen“ inspiriert worden sein. In einem Turm wird Stück für Stück das Märchen nachgestellt. Im Schloss selbst stehen in einzelnen Zimmern und Fluren Figuren in Kleidung, passend zum Interieur. Das alles ist sehr geschmackvoll gestaltet und macht den Besuch des Schlosses zu einem ganz speziellen Ereignis.

 

Chateau d Ùsse

Chateau du Rivau

Von Chinon fahren wir zum etwa 10 km entfernten Chateau du Rivau - eine sehr schöne kleine Schloßanlage mit Park

 

 

 

Chateau de Chantilly