Eine Reise in Bildern nach Sanaa - ins Hadramaut - zur Küste nach Mukalla - in den Bergyemen und den Norden des Landes

Sanaa

 

 

über Marib in die Rub al Khali-Wüste

 

Die Wüste Rub al Khali

Im Hadramaut die Stadt Shibam

Al Hadscharein - auf dem Wege nach Mukalla

Rechts im Foto Karim, neben ihm sein Brruder - ehemals Schulleiter, aber davon konnte er nicht leben, deshalb chauffierte er Touristen durch den Yemen .  Links unser zweiter Fahrer.

Mukalla an der Küste des Indischen Ozeans.  Obwohl schöne und leere Strände: Mit Baden ist im Yemen nicht viel.

Der Bergyemen

Im Norden des Yemen - nördlich von Sada

Hadscharein

Arabia Felix - Das Glückliche Arabien

So nannten die Römer den südlichen Teil  der arabischen Halbinsel. Auch heute erfreut sich der Jemen größter Beliebtheit bei Reisenden aus aller Welt. Die Weihrauchstraße, eine der ältesten Karawanenstraßen, verband schon vor über 2000 Jahren den Orient mit den Okzident.

Marib, die antike Hauptstadt des Königreiches von Saba profitierte von diesem Fremdhandel. Heute zeugen noch die Schleusen des alten Staudammes von einer großen Vergangenheit. Mit Hilfe eines Bewässerungssystems entstand schon 700 v.Chr. eine grüne Oase am Rande des "Leeren Viertels", wie dieser Teil der Wüste Arabiens genannt wird.

Die Perle Arabiens

Wie Sana'a von Dichtern bezeichnet wurde, liegt in 2.200m. Höhe auf dem "Dach Arabiens", von den Bergen  Nuqum 2.800m. und Aiban 3.000m. eingerahmt. Der Legende nach gründete Sem, der älteste Sohn Noahs, die Stadt am Fusse des Berges Nuqum. Umschlossen von alten Stadtmauern findet man die Altstadt, deren Faszination man sich nicht entziehen kann. Wegen ihrer einzigartigen Architektur wurde die Altstadt von Sana'a 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die reichhaltig mit Ornamenten verzierten Lehmziegelhäuser mit ihren bunten Oberlichtern lassen Reisende in eine unverfälschte orientalische Welt eintauchen. Mit internationaler Unterstützung werden die traditionellen Anlagen restauriert, um dieses einzigartige Gesamtgebilde zu erhalten.

Der Bergjemen

Vor mehreren Jahrmillionen entstand durch tektonische Bewegungen in der arabischen Platte eine der beeindruckendsten Gebirgszüge. Bis zu 3.600 Meter über Meeresniveau erhebt sich das "Dach Arabiens". Der Monsun bringt zweimal jährlich Niederschläge, die an den steilen Gebirgshängen abregnen. Gigantische Terrassen wurden von Menschenhand geschaffen, um in diesem milden Klima Ackerbau betreiben zu können. So überzieht eine riesige Kulturlandschaft die Gebirgsketten. Um die kurz aber intensiv auftretenden Regenfälle optimal nutzen zu können, entwickelte sich mit der Zeit ein raffiniertes Bewässerungssystem, das von den höchsten Terrassenfeldern bis hinunter in die Felder der Tihama eine Einheit bildet. Die Architektur ist geprägt von der sozialen Struktur und durch die ständige Gefahr von Überfällen. Eroberer oder auch Stammesfehden zwangen zu einer wehrhaften Bauweise. In solche befestigten "Trutzburgen", wie Hajjah, Kaukaban, Thula oder Shahrah zogen sich die Imame zurück, wenn sie sich in Sana'a nicht mehr sicher fühlten. Zu den wenigen Erobern, denen es gelang, erfolgreich bis ins Hochland vorzudringen, gehörten die Osmanen. Zweimal, 1536 und 1849, beherrschten sie, jeweils für runde 100 Jahre, große Teile des Jemen. Eine ihrer schönsten Hinterlassenschaften ist die im osmanischen  Stil erbaute Bakiriya Moschee in Sana'a.

Tihama

So heißt der ca. 40 Kilometer breite, von feuchtheißem Klima bestimmte Küstenstreifen entlang des Roten Meeres. Rundhütten aus Stampflehm, mit Dächern aus Stroh und Schilf, die bunte Kleidung der Menschen und nicht zuletzt die Menschen selbst vermitteln den Eindruck, man befinde sich in Afrika. Relativ günstige klimatische Verhältnisse und regelmässige Niederschläge sorgen für eine ertragreiche Landwirtschaft. Ob als Zwischenstation im Seehandel mit Indien oder als Anlaufpunkt für Eroberungfeldzüge - die Tihama zog immer schon die verschiedensten Besucher an, deren Spuren meist heute noch sichtbar sind. Ihre Blütezeit erlebte Tihama im 13. und 14. Jahrhundert unter der Herrschaft der Rasuliden. Die Sultane dieser Dynastie brachten neben einer hohen Baukunst auch Schriftsteller und eine große Anzahl Wissenschaftler mit ins Land. Die alte Universitätsstadt Zabid wurde zu einem regionalen Zentrum - nicht nur religiöser - Gelehrsamkeit.]Im 17. Jahrhundert erlangte die Hafenstadt Al  Mokha (Mokka) ihren Ruhm. Engländer und Holländer gründeten Handelsniederlassungen, um den in Europa so begehrten Mokka verschiffen zu können. Nachdem das jemenitische Monopol des Kaffeehandels gebrochen war,  verlor die Stadt  ihre Bedeutung, ihr Zerfall setzte ein. Heute erinnern die Ruinen prächtiger Kaufmannshäuser an vergangenen Glanz. Bayt Al Faqih (Haus des Gelehrten) entstand als ehemalige Siedlung von Kaffeehändlern. Schon Carsten Niebuhr beschrieb den Ort als pulsierendes Handelszentrum. Heute beherbergt diese Stadt einen Freitagsmarkt, einer der grössten Wochenmärkte des Jemen.

Hadhramaut

Im Osten des Landes befindet sich diese alte und bedeutende Kulturlandschaft Ostarabiens. Einst als unabhängiges Reich - heute als Provinz des Jemen mit der Hauptstadt Al Mukalla - war Hadhramaut stets etwas besonders: Charakteristische und eigentümliche Landschaften aber auch ein Zentrum der Religiosität und Gelehrsamkeit, deren Bewohner seit Jahrhunderten als Händler in viele Staaten um den indischen Ozean herum emigrierten - aber stets wieder zurückkehrten.

Der gleichnamige 160 km lange Flusslauf in der Mitte der heutigen Provinz ist das Zentrum des Interesses für die Reisenden: Das alte Tarim mit seinen beeindruckenden Kaufmannshäusern, die aus einer anderen Welt zu stammen scheinen... Das feine Sayun mit seinen weißen und ockerfarbenen Häusern, in sattgrünen Palmenhainen gelegen. Und schließlich: Shibam, die auf einer Anhöhe im Flusslauf gelegene Stadt, deren Schlanke und hohe Häuser sich eng zusammenrotten. Eindrücke, die Ihnen wahrhaftig unvergessen bleiben werden.